Zur Erinnerung:

Der Short Put Vertical Spread besteht aus zwei Puts mit dem selben Laufzeitende, jedoch mit unterschiedlichen Strike-Preisen. Der Strike des Short Puts ist höher als der Strike des Long Puts. Der Short Put ist dazu da Einkommen zu erzeugen, während der Long Put dazu da ist das Risiko zu begrenzen. Die bezahlte Prämie des Long Puts ist weniger als die eingenommene Prämie des Short Puts.

Nach dem Verkauf eines Put Spreads beginnt der Kurs der Aktie zu sinken. Die Position entwickelt sich nicht so, wie du es dir gewünscht hast, da diese Strategie von einem steigenden oder gleich bleibenden Markt profitiert.

Beispiel

Du verkaufst diese Optionsstrategie mit 1€ weiten Spread. Für die gesamte Position erhältst du eine Prämie von 50€. Das Delta für diese Position beträgt 0,15. Dies bedeutet, dass eine 15%ige Möglichkeit für die Option besteht im Geld zu landen. Umgekehrt könnte man sagen die Chance auf den Erfolg dieses Put Spreads liegt bei 85%.

  • Verkauf eines Put Spreads
  • Distanz zwischen Long und Short Call:  1€ je Aktie
  • eingenommene Prämie: 0,50 € je Aktie beziehungsweise 50€ für den gesamten Call Spread
  • Delta: 0,15

Wie könnte man die Position adjustieren?

Hier sollte man sich wieder an die eigenen Anpassungs-Regeln halten. Für den richtigen Zeitpunkt der Anpassung haben wir eine Verdoppelung des Deltas gewählt. Die Position wird also adjustiert, wenn das Delta 0,30 beträgt. Ein Delta von 0,30 bedeutet, dass sich das Risiko im Geld zu landen verdoppelt hat.

Andere Optionshändler würden einfach die Put-Seite nach unten rollen. Das würde aber in einem Verlust der Ausgangsposition enden. Außerdem gibt es keine Garantie dafür, dass der Basiswert nicht noch weiter fällt.

Wir nehmen also eine andere Möglichkeit wahr. Auf der Oberseite könnte ein Call Spread verkauft werden. Der Grund dafür ist der gleiche wie bei Anpassung eines Call Spreads. Es wird kein zusätzliches Risiko aufgenommen jedoch wird eine weitere Prämie eingenommen. Diese Prämie unterstützt den Break-Even-Point auf der Put-Seite.

Werden alle Positionen gemeinsam betrachtet, sieht man, dass  aus dem ursprünglichen Put Spread ein Iron Condor geschaffen wurde. Bleibt der Kurs des zugrunde liegenden Basiswertes (der Aktie) zwischen den beiden Short-Strikes kann somit mehr Prämie eingenommen werden als durch den Put-Spread alleine.

Wichtig bei der Eröffnung der Gegenposition ist, dass die selbe Anzahl der Kontrakte gehandelt wird. Hat man also ursprünglich 1 Put Spread verkauft, verkauft man auch einen einzelnen Call Spread.  Das Delta und die Weite des Spreads wird der ursprünglichen Position angeglichen.

Hast du schon Erfahrung im Handel vorzuweisen, könntest du mit der Gegenposition auch näher an die Call-Seite heran rücken. Je näher die Gegenposition ist, desto mehr Prämie wird zusätzliche eingenommen, allerdings steigt somit auch die Chance dass der Put Spread im Geld landet.

Zusammenfassung

  • Eröffnung eines Call Spreads mit dem selben Laufzeitende
  • Kein zusätzliches Risiko
  • Mehr Prämieneinnahme
  • Darauf achten gleiche Parameter zu verwenden.
  • Iron Condor profitiert von beiden Seiten, wenn der Kurs zwischen den Strikes bleibt.

 

Fortschritt

Positionen adjustieren 44%
Gesamt 51%