Es wird hin und wieder vorkommen, dass sich ein Trade gegen dich richtet, auch wenn du deine Einstiegskriterien zu 100% erfüllt hast. Niemand kann wissen wie sich eine Aktie oder ein anderer Basiswert in der Zukunft verhält. Das müssen wir auch nicht. Alles was es braucht ist eine leichte Anpassung für die in Bedrängnis geratene Position.

Was passiert wenn sich eine Position gegen dich richtet?

Ob du langfristig Gewinn machst hängt einzig und alleine von dir ab! Dies ist wichtig zu verstehen. Deine Reaktion auf einen oder mehrere schlechte Trades kann deinen langfristigen Erfolg an der Börse beeinflussen. Hier wird es richtig interessant.

Die meisten Menschen glauben, dass Börse ein Glücksspiel ist. Es könnte nichts weiter von der Realität entfernt sein. Optionen bieten uns eine wahnsinnige Vielfalt an Instrumenten, die wir verwenden können, um am Ende immer das beste für uns heraus zu holen. Dies könnte eine Vermeidung von größeren Verlusten sein, ein Ausstieg ohne Gewinn oder Verlust oder es könnte auch sein, dass wir durch die Anpassung einer Verlustposition am Ende mehr Prämie einnehmen als zu Beginn.

Was könntest du tun dich vor einem Verlust zu schützen?

Es gibt für jede Optionsstrategie diverse Verteidigungstechniken. Ganz allgemein musst du dich zuerst fragen:

  • Wie gefährlich ist eine Position für mein gesamtes Depot?
  • Macht es überhaupt Sinn eine Anpassung vor zu nehmen?
  • Eröffne ich eine oder mehrere zusätzliche Gegenpositionen?
  • Schiebe ich das Laufzeitende auf ein Datum in der Zukunft?
  • Ändere ich den Ausübungspreis?

Weiters solltest du dich gerade als Anfänger daran halten kleine Positionen zu handeln. Auch die großen Fische tun sich viel leichter mit dem Anpassen von kleinen Positionen als mit größeren. Handle am besten also immer nur einen Kontrakt auf eine Aktie. Versuche dein Risiko auf mehrere Aktien zu streuen.

Was bedeutet Rollen?

Wenn sich ein Trade nicht so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt haben, könnten wir die Position rollen. Dies bedeutet nichts anderes als eine Position mit Verlust zu schließen um direkt darauf eine neue Position im selben Basiswert zu eröffnen.

Der Grund dafür ist einfach: Wir bleiben durch die neue Position im Basiswert und können durch geschickte Eröffnung einer neuen Position am Ende vielleicht mit einem Gewinn aussteigen oder zumindest unseren Verlust minimieren.  Dies sollte allerdings nur gemacht werden, wenn man von der ursprünglichen Trade-Idee noch überzeugt ist. Dreht der Markt komplett und wir sehen, dass unsere neue Position auch keine Chance hätte würde dies wenig Sinn ergeben.

Es gibt mehrere Varianten des Rollen. Man könnte den Ausübungspreis nach unten verschieben um das ursprüngliche Risiko-Profil wiederherzustellen. Die wohl meist genutzte Art des Rollen ist das Weiter-Rollen in den nächsten Monat oder ein anderes Datum in der Zukunft. Ist man von der ursprünglichen Trade-Idee überzeugt kann man sich so relativ leicht etwas mehr Zeit verschaffen. Hierbei ist es wichtig, dass durch die neue Position mehr oder gleich viel Prämie eingenommen wird als beim Schließen der ersten Position Verlust gemacht wurde.

Zusammenfassung

Vorrangig geht es bei jeder Anpassung eines Trades darum Verluste zu verkleinern. Es kann natürlich sein, dass am Ende mehr Prämie durch die Anpassung eingenommen wird. Dies wird aber nicht die Regel sein. Oberstes Gebot ist kein Geld zu verlieren.  Vielleicht muss ein Verlust hingenommen werden, jedoch sollte dieser durch das Rollen zumindest verkleinert werden. Wenn man es schafft die Verluste zu verkleinern, wird am Ende des Jahres immer ein besseres Ergebnis da stehen als ohne die Anpassungen.

 

Fortschritt

Positionen adjustieren 11%
Gesamt 48%