Aus einer der ersten Lektionen dieser Website wissen wir bereits, dass eine Option ein Termingeschäft ist. Jedes Termingeschäft hat ein Ablaufdatum. Das Laufzeitende ist der letzte Tag an dem du deine Position schließen kannst. Machst du es nicht manuell wird sie automatisch geschlossen, egal ob du im Gewinn oder Verlust bist.

Die Wahl des Laufzeit-Endes kann deine Performance auf Jahres-Basis beeinflussen. Grundsätzlich verfällt eine Option so gut wie immer an einem Freitag, es sei denn der Freitag fällt auf einen Feiertag an dem die Börse geschlossen hat. In diesem Fall wird der Schluss-Kurs des letzten Handels-Tages herangezogen um zu berechnen ob die Option wertlos verfällt oder im Geld notiert.

 

Man unterscheidet 3 Arten der Verfallstermine

  • Wöchentliche Optionen (Weekly Option)

Bei sehr liquiden Aktien gibt es in jeder Woche einen Verfallstermin. Dies bedeutet man kann in einem Monat typischerweise zwischen 4 verschiedenen Terminen wählen. Wöchentliche Optionen machen es sehr einfach seine Laufzeit jederzeit ungefähr gleich lange zu wählen, egal ob ich am Beginn oder Ende des Monats die Options-Position eröffne. Diese Verfallstermine werden auch gerne für den Handel über die Quartalstermine benutzt.

  • Monatliche Optionen (Monthly Option)

Die meisten Optionskontrakte verfallen jedoch generell am dritten Freitag jedes Monats. Vorteil dieser monatlichen Verfallstermine ist, dass sie dadurch viel leichter gehandelt werden können. Hier kommen die meisten Transaktionen zusammen, also ist hier der Bid-Ask-Spread (die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage) teilweise weitaus geringer als bei anderen Verfallsterminen. Je geringer diese Differenz ausfällt, desto einfacher ist es die Position zu eröffnen beziehungsweise sie wieder zu schließen.

  • Quartals-Optionen (Quarterly Option)

Auf manche Basiswerte lassen sich nur noch Quartals-Optionen handeln. Quartals-Optionen verfallen üblicherweise am letzten Handelstag des Kalender-Quartals. Diese sind für unseren Optionshandels-Ansatz eher irrelevant. Dennoch kann es für manche Investoren Sinn machen Quartals-Optionen zu handeln.

Welchen Verfallstermin solltest du also wählen?

Es kommt ganz darauf an, wie du deinen Optionshandel angehst. Weekly-Optionen können die bessere Variante sein, wenn du davon ausgehst, dass sich der Preis des Basiswertes schnell in eine Richtung bewegen wird. Bei Quartalszahlen könnte man zum Beispiel Laufzeiten von einer Woche wählen.

Für unseren Ansatz wählen wir von Optionen-Broker lieber Laufzeiten von um die 30 Tage, egal ob es sich nun um den dritten Freitag im Monat handelt oder nicht. Die Monthly-Optionen können dabei aber eine gute Wahl sein, da hier bei manchen Basiswerten mehr Ausübungspreise zu Auswahl stehen.

Generell haben länger laufenden Optionen mehr Zeit sich in die richtige Richtung zu bewegen. Auf der anderen Seite haben sie auch mehr Zeit den Strike-Preis zu erreichen. Im Endeffekt wird sich jeder Optionshändler oder Optionshändlerin an eigene Regeln halten und für sich selbst herausfinden müssen, welche Laufzeiten für sie oder ihn am besten funktionieren.

 

Fortschritt

Optionsausübung 25%
Gesamt 59%