Das Rollen einer Options-Position kann ein effizienter Weg sein um mehr Zeit für deinen Trade herauszuholen und die Wahrscheinlichkeiten für dich arbeiten zu lassen.

Eine Option zu rollen kann manchmal eine sehr gute Idee sein, um den Trade zuletzt noch in einen Gewinner zu verwandeln. Zuerst sollten allerdings ein paar Dinge überprüft werden, bevor die Position ein Monat weiter geschoben wird. Wichtig ist auch zu wissen, dass eine gerollte Option nicht immer Sinn macht. Manchmal kann es sinnvoller sein einfach einen Verlust zu realisieren und sich einen anderen Basiswert zu suchen.

Fragen die du dir vor dem Rollen selbst stellen solltest

  • Haben sich die Rahmenbedingungen geändert?

Ist die ursprüngliche Meinung über den Trade noch die selbe? Wenn du zuvor geglaubt hast, dass der Basiswert steigen wird solltest du davon ausgehen, dass er weiterhin steigt, wenn du die Position weiter rollst. Denkst du dass der Basiswert nun eher sinken wird, weil es zum Beispiel negative Nachrichten gegeben hat, macht es keinen Sinn die Position weiter zu rollen, da ohnehin ein Verlust entstehen könnte.

  • Ist es möglich eine Prämie einzunehmen, die größer gleich der Ursprungsprämie ist?

Überprüfe in deiner Handelsplattform zuerst ob du für das Rollen der Position überhaupt einen angemessenen Preis bekommt. Bekommst du weniger Prämie als du für das Schließen der Ursprungsposition bezahlt hast, kannst du nur einen Verlust erleiden.

  • Kann dein Kapital in einem anderen Trade besser verwendet werden?

Wenn du denkst, dass ein einfaches hinauszögern deines Trades nicht wirklich den Verlust schmälern wird, kann es manchmal durchaus besser sein, den Verlust einfach zu realisieren und sich einem anderen Basiswert zu widmen. Möglicherweise gibt es gerade eine gute Gelegenheit an anderer Stelle eine etwas bessere Rendite zu erwirtschaften.

Wie funktioniert Rollen denn nun?

Rollen ist eigentlich ganz einfach. Der offene Trade wird einfach in den nächsten Monat geschoben. Dazu wird der alte Optionskontrakt durch einen neuen ersetzt. Ganz konkret bedeutet das: Die alte Position wird geschlossen während im nächsten Schritt direkt eine neue Position im selben Basiswert eröffnet wird.

Ein Beispiel: 

Du hast eine Option auf eine Aktie verkauft. Dein unrealisierter Verlust steht bei 100 Dollar. Der Ask-Preis der Option beträgt 2 Dollar pro Aktie (200 Dollar pro Option). Du gehst davon aus, dass sich die übergeordnete Richtung der Aktie nicht ändern wird. Also verschaffst du deinem Trade einfach etwas mehr Zeit.

Die Position wird mit einem Verust von 100 Dollar geschlossen. Im nächsten Schritt wird eine weitere Option im selben Basiswert und vielleicht sogar mit dem selben Strike-Preis eröffnet. Einziger Unterschied: Der Verfallszeitpunkt befindet sich ein Monat weiter in der Zukunft. Durch den höheren Zeitwert ist es gut möglich, dass der Bid-Preis der Option nun höher ausfällt als dein Ask-Preis der ursprünglichen Position.

Du verkaufst die Option also zu einem Bid-Preis von 2,2 Dollar pro Aktie (220 Dollar pro Option). Der Verlust von 100 Dollar wurde somit wett gemacht, wenn die Option am Ende der Laufzeit wertlos verfällt.

Zusammenfassung

Dies war nur ein kleines Beispiel um den Grundgedanken einer gerollten Option darzustellen. Wie oben beschrieben ist es wichtig sich vorher darüber Gedanken zu machen, ob eine gerollte Option Sinn machen würde. Richtig angewandt kann diese Vorgehensweise vor größeren Verlusten schützen. Jeder Neulinge sollte sich intensiv mit der Thematik auseinander setzen.

 

Fortschritt

Positionen adjustieren 100%
Gesamt 58%