Ein Short Straddle ist eine neutrale Strategie die sich aus zwei Short Optionen zusammensetzt. Es wird ein ATM-Call und ein ATM-Put auf dem selben Strike-Preis verkauft. Die Strategie wird verwendet wenn die allgemeine Volatilität hoch ist, man aber von keinen großen Marktbewegungen des Basiswertes ausgeht.Der Zeitwertverfall und ein Abfallen der Volatilität kann hier zu einem Gewinn führen. Der Short Straddle ist durch den Call eine Optionsstrategie mit unbegrenztem Risiko.

  • Maximaler Verlust: undefiniert (theoretisch unbegrenzt)
  • Maximaler Profit:  Eingenommene Prämie der beiden Short Optionen
  • Marktumfeld: neutral
  • Volatilität: wenn möglich hoch
  • Berechnung des Break-Even-Points:
    • Oberseite: Strike + eingenommene Prämie
    • Unterseite: Strike – eingenommene Prämie

Beim Short Straddle ist zu beachten, dass wir durch den Short Call wirklich mit unbegrenztem Verlustpotential arbeiten. Deshalb ist es hier wichtig diese Strategie eher zu verwenden, wenn die Volatilität hoch genug ist. Je höher die Volatilität ist, desto mehr Prämie bekommen wir für die beiden At-The-Money-Optionen.

Je mehr Prämie wir hier durch die Short-Optionen einnehmen, desto weiter entfernt sind unsere Break-Even-Points. Eine größere Prämie resuliert hier in einer erhöhten Wahrscheinlichkeit zum Erfolg.

Durch den Zeitwertverfall werden die beiden Short-Positionen immer weniger Wert. Ein zusätzliches Abfallen der Volatilität beschleunigt hier die Realisierung eines Gewinns. Bei Straddles sollte man einen Gewinn realisieren, wenn es die aktuelle Marktsituation zulässt. 25% der Gesamt-Prämie sind hier ein annehmbarer Wert. Das heißt, wenn der Gesamtwert der eingenommenen Prämie nur mehr 75% des Ausgangswertes angenommen hat könnte man den Straddle zurückkaufen und sich über den Gewinn freuen. Je länger die Position offen ist, desto länger setzen wir uns einem Risiko zu einer größeren Marktbewegung aus.

 

Fortschritt

Fortgeschrittene Optionsstrategien 44%
Gesamt 33%