Es passiert also, dass sich eine Position gegen dich entwickelt. Wann entscheidest du dich aber für eine Anpassung deiner Tades? Diese Frage solltest du dir am besten schon vor dem Eröffnen deiner Positionen stellen.

Hier solltest du zuerst einmal deine Strategie überdenken. Ist es überhaupt notwendig Anpassungen vorzunehmen oder kannst du mit einer Ausübung der Option leben? Wir von Optionen-Broker nutzen meist eine Strategie die keine Anpassungen erfordert, da wir eher einen Investment-Ansatz als einen Trading-Ansatz verfolgen. Hier könnte es sich zum Beispiel um den Kauf von Aktien durch einen Short Put handeln.

Wir nutzen aber auch andere Strategien, wobei ab und zu Anpassungen notwendig sind.  Es ist sehr wichtig, dass jeder für sich selbst bestimmte Regeln aufstellt und diese auch stur befolgt. Emotionen haben im Optionshandel nichts verloren.

Die 100%-Regel

Viele Optionshändler, vor allem Options-Verkäufer, nutzen zu diesem Thema die 100-Prozent-Regel. Dabei wird der Optionspreis beobachtet. Wurde anfangs eine Prämie von 100€ eingenommen und der Preis der Option steigt auf 200€, wird hier adjustiert. Es wird also gewartet, bis sich der ursprüngliche Optionspreis verdoppelt hat bis Anpassungen vorgenommen werden.

Diese Regel kann beliebig verändert werden. Jemand weniger Risiko eingehen möchte, könnte auch schon früher beginnen zu rollen, zum Beispiel bei einer Steigerung des Optionspreises von 75% oder gar 50%. Man sollte jedoch darauf achten, dass man dem Optionspreis etwas Luft geben sollte, da Aktien nun einmal generell Schwankungen ausgesetzt sind.

Delta

Wenn du das Delta für deine Einstiegs-Kriterien nutzt, kann es Sinn machen hier eine Regel für dich aufzustellen. Nehmen wir an es werden nur Optionen gehandelt, welche von Beginn an ein Delta von 0,25 aufweisen. Steigt das Delta nun auf 0,40 oder 0,50 könnte man hier die Anpassung des Trades vornehmen.

Ziel ist es mit der neuen Position wieder ein Delta herzustellen, das dem Delta des ersten Trades gleicht. Somit ist die Gewinnwahrscheinlichkeit dieser Option wieder bei 75% angelangt. Wenn du noch Probleme mit dem Delta hast, wiederhole am besten die Lektion dazu noch einmal.

Erreichen eines Ausübungspreises

Man könnte theoretisch mit der Adjustierung auch warten, bis der Kurs der Aktie sich einem Strike annähert. Allerdings muss man hier davon ausgehen, dass sich die Beträge der Optionspreise wahrscheinlich schon extrem erhöht haben. Angenommen man hat eine Option verkauft, dessen Strike-Preis wirklich sehr weit aus dem Geld liegt. Erreicht der Kurs der Aktie nun den Strike-Preis hat sich der Optionspreis schon vervielfacht.

Dies könnte vor allem bei kleineren Konten ein Problem darstellen, da der Verlust kurzzeitig trotzdem gemacht wird. Auch bei kleineren Aktien kann es sich schnell um ein paar hundert Euro Verlust drehen.

Zusammenfassung

Egal wie du dich entscheidest. Du solltest dir einfach ein paar Regeln für deinen Optionshandel zurechtlegen und diese stur befolgen. Es ist nicht wichtig für welche Vorgehensweise du dich entscheidest. Es ist nur wichtig, dass du bei einer bleibst.

Emotionales Handeln hat in der Welt der Optionen keinen Platz. Befolge einfach ein paar simple Regeln und du wirst schnell Fortschritte machen können.

 

Fortschritt

Positionen adjustieren 22%
Gesamt 49%