DEFINITON:

Eine Aktie ist ein Wertpapier, welches den Anteil am Eigenkapital an einer Aktiengesellschaft darstellt. Im altmodischen Sinn ist dies eine Urkunde, die dir bestätigt, dass du Anteile an einem Unternehmen besitzt. Heute wird jedoch meist nur mehr über eine Software gehandelt, in der deine Anteile ersichtlich sind. Jedes Unternehmen kann zu einer Aktiengesellschaft werden. Benötigt eine Firma zusätzliche finanzielle Mittel, will aber keinen Bankkredit aufnehmen, kann es Anteilsscheine ausgeben. Die Anleger können diese Anteilsscheine erwerben. Dem Unternehmen wird durch das neue Kapital ermöglicht in die weitere Entwicklung zu investieren. Dem Anleger wird es ermöglicht am langfristigen Erfolg des Unternehmens teilzuhaben.

AKTIONÄRSVERSAMMLUNG:

Wenn Du Aktien gekauft hast, wirst du zum Aktionär. Das Unternehmen gehört allen Aktionären gemeinsam. Einmal jährlich kommt es zur Hauptversammlung der Aktionäre. Hier wird über die weitere Zukunft des Unternehmens demokratisch abgestimmt. Jede Aktie hat eine Stimme. Dies bedeutet, je mehr Aktien du besitzt, desto größer ist dein Einfluss auf die Versammlung. Wer nicht zur Aktionärsversammlung kommen kann oder will, kann seine Stimme auch schriftlich per Post oder Internet abgeben. Als Inhaber ist die Aktionärsversammlung die höchste Instanz in einer Aktiengesellschaft. Bei der Versammlung werden unter anderem folgende Punkte besprochen:

  • Wahl des Vorstandes
  • Höhe der Gewinnausschüttung
  • Übernahmen

RECHTE UND PFLICHTEN VON AKTIONÄREN:

Als Anteilseigner hast Du somit Rechte aber auch Pflichten. Die wichtigsten Rechte:

  • Recht an der Versammlung teilzunehmen und zu sprechen
  • Recht auf Gewinnbeteiligung
  • Recht auf anteiligen Liquidationserlös
  • Recht bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien in dem Verhältnis zu beziehen, das ihrem bisherigen Anteil am Unternehmen enspricht

Pflichten, die aber eigentlich selbstverständlich sind:

  • Pflicht die georderten Aktien auch zu bezahlen
  • Pflicht auf die Interessen des Unternehmens Rücksicht zu nehmen
  • Eventuelle Unternehmens-eigene Pflichten (z.B. Haltefrist nach Börsengang)

Der Aktionär ist nicht dazu verpflichtet weiteres Kapital nachzuschießen, sollte es dem Unternehmen schlecht gehen.

UNTERSCHEIDUNG:

Es kann unterschieden werden in:

Belegschaftsaktien: Diese werden nur an Firmen-Mitarbeiter ausgegeben,häufiger zu einem günstigeren Preis. Diese bieten meist auch noch einen Steuervorteil

Stammaktien: Dies sind die ganz normalen stimmberechtigen Aktien. Diese ist die häufigste Form der Aktie.

Vorzugsaktien: Der Aktionär ist mit einer Vorzugsaktie nicht zur Mitbestimmung berechtigt. Ihm steht aber eine Mindestdividende zu. Sollte die Dividende ausfallen, muss sie zu einem späteren Zeitpunkt ausbezahlt werden.

Namensaktie: Hier gilt nur der als Aktionär, der auch im Aktienbuch eingetragen ist. Der Käufer der Aktie braucht eine schriftliche Erklärung des Verkäufers.

WARUM IN AKTIEN INVESTIEREN?

Aktien gelten allgemein als unsicher und werden aus Angst vor Verlusten gemieden. Allerdings ist ihre durchschnittliche Rendite besser als ihr Ruf. Sie bieten auf lange Sicht eine höhere Rendite als die meisten anderen Geldanlagen. Dabei sollte man aber beachten, dass es nicht egal ist, in welche Aktien investiert wird. Durch eine sorgfältige Recherche hat ein junger Anleger durch diese Unternehmensanteile jedoch die besten Chancen ein Vermögen anzuhäufen. Die Durchschnittliche Rendite pro Jahr liegt am Aktienmarkt etwa bei 8%.

Aktien sind Sachwerte. Handelt es sich zum Beispiel um einen soliden Nahrungsmittelkonzern, ist die Chance einen Fehlgriff zu erleiden zwar gegeben, aber ziemlich gering. Gegessen und getrunken wird immer, auch in jeder noch so starken Finanzkrise. Solide Werte gelten hier also sogar als krisensicher.

Da der Aktienkurs durch Angebot und Nachfrage ermittelt wird, kann der Kurs kurzfristig großen Schwankungen ausgesetzt werden. Dies sollte man aushalten können, um nicht bei Korrekturen mit Verlust zu verkaufen.

 

Fortschritt

Grundlagen Börse 18%
Gesamt 3%