DEFINITION:

Die Dividende ist ein Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Anteilseigner ausschüttet. Sie wird vom Vorstand vorgeschlagen und auf der Hauptversammlung durch die Mehrheit der Aktionäre beschlossen. Pro Aktie wird eine Dividende ausgeschüttet. Je mehr Aktien Du besitzt, desto höher ist dein Gesamtbetrag des Gewinnanteils.

DIVIDENDENRENDITE

Die Dividendenrendite beschreibt das Verhältnis der Dividende zum aktuellen Aktienkurs.

Dividendenrendite

Steigt die Dividende, erhöht sich die Rendite. Fällt der Kurs erhöht sich zwangsläufig auch die Dividendenrendite. Sie ist eine hervorragende Kennzahl zur Bewertung von Aktien. Die Aussage dieser Kennzahl ist, dass eine hohe Dividende auf den Aktienkurs bezogen weniger Ertrag bringen kann, als eine niedrige Dividende. Kaufst du eine Aktie zu einem billigeren Preis ein als ein anderer Investor erhöht sich somit deine persönliche Dividendenrendite.

Risiken der Dividendenrendite: Um hier kein falsches Bild zu vermitteln, muss gesagt werden, dass eine hohe Dividendenrendite nicht zwangsläufig ein gutes Investment darstellt. Eine hohe Zahl könnte ein Indiz dafür sein, dass der Kurs sehr stark eingebrochen ist. So etwas passiert meist nicht ohne Grund. Schwankungen sind normal an der Börse. Hat sich die Dividendenrendite jedoch verdoppelt sollten die Alarmglocken läuten. Hier wäre ein Blick auf die durchschnittliche Dividendenrendite der vergangenen Jahre hilfreich.

DIVIDENDENSTEIGERUNGEN

Um das Investment besser planen zu können,sollte man sich auf die Suche nach Unternehmen machen, die ihre Dividende Jahr für Jahr steigern. Keine Sorge: Es gibt genug Listen, wo diese Unternehmen aufgeführt sind. Ein Anhaltspunkt hier wären die Dividenden-Aristokraten. Dieser exklusive Club von Unternehmen hat es geschafft die Dividende in den letzten 25 Jahren jährlich zu steigern.

Auch hier gibt es keine Garantie für die weitere Steigerung in den nächsten Jahren. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Erhöhung der Gewinnausschüttung hier höher als bei anderen Unternehmen. Es ist darauf zu achten, ob ein Unternehmen überhaupt Dividende zahlt. Viele Unternehmen schütten ohnehin keinen Teil vom Gewinn aus sondern nutzen ihn gänzlich zur Reinvestition in das Unternehmen.

AUSSCHÜTTUNGSQUOTE

Die Ausschüttungsquote gibt an, wieviel Prozent der Gewinne an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein sehr einfaches Rechenbeispiel:

Nehmen wir an das Unternehmen erzielt im Jahr 2016 einen Gewinn von 100 Euro. Bei der Hauptversammlung wird beschlossen dass 35% der Gewinne an die Anteilseigner ausbezahlt werden. 35% der 100 €, also 35 € werden auf alle Aktionäre aufgeteilt. Die restlichen 65% werden für neue Projekte verwendet.

Es ist wichtig auf die Ausschüttungsquote zu achten, da eine zu hohe Prozentanzahl ein gefährliches Investment darstellen kann. Je kleiner diese Quote desto besser. In Kombination mit der Dividendenrendite lassen sich somit relativ einfach viele Unternehmen ausmustern, die man nicht als Einkommensquelle nutzen sollte. Befindet sich die Ausschüttungsquote über 100% bedeutet dies, dass die Firma mehr Dividenden ausbezahlt als sie Gewinne macht. Das kann kein gutes Ende nehmen.

ZUSAMMENFASSUNG

Die Dividende ist sehr wichtig für einen Investor. Durch sie wird ein Investment zu einem gewissen Teil planbar. Vorraussetzung für eine Dividende sind großteils 2 Punkte:

  • Es muss Gewinn erwirtschaftet werden
  • Sie muss auf der Hauptversammlung beschlossen werden

Unternehmen, welche eine Dividende zahlen sind nicht automatisch eine gute Geldanlage. In Kombination mit einer angemessenen Dividendenrendite ist auf eine möglichst niedrige Ausschüttungsquote zu achten. Die 35% aus dem Beispiel stellen einen sehr guten Wert dar. Beachtet man als Investor ein paar wichtige Punkte steht dem Einkommen aus Dividenden fast nichts mehr im Weg.

 

Fortschritt

Grundlagen Börse 27%
Gesamt 4%